Pflege

Beim Rosmarin (Rosmarinus officinalis) handelt es sich um eine mehrjährig wachsende Art. In unseren Breiten ist er aber nur bedingt winterhart. Wie viele Minusgrade er verträgt, ist abhängig von der jeweiligen Sorte. Für viele ist bereits bei -10 °C Schluß. Neuere Züchtungen sollen aber auch mit -15 °C zurechtkommen.

Auf der sicheren Seite ist man, wenn er im Topf oder Kübel kultiviert und frostfrei überwintert wird.

Rosmarin Basisinfos
  1. Standort Voll- bis teilsonnig, mindestens 3 Stunden Sonne täglich sind ideal
  2. Boden/Erde Durchlässig, etwas Sand, Kies, torffreie Gemüse- und Kräutererde
  3. Gießen Gleichmäßig bis mäßig feucht vom Frühjahr bis in den Herbst, durchdringend im Topf
  4. Düngen Mäßig, Komposterde, organischer Gemüsedünger von April bis September

Rosmarin im Topf

Standort: Ideal ist ein Standort, an dem der Rosmarin für mindestens 3 Stunden täglich Sonne erhält. Je sonniger er steht, desto besser wächst er.

Rosmarin im Kübel

Wer länger als 2 oder 3 Sommer an seinem Rosmarin Freude haben möchte, kultiviert ihn im Kübel. Die kriechend wachsenden Sorten eignen sich für den Balkonkasten.

Damit sich kein Regenwasser anstaut, darf der Topf oder Kübel nicht in einem Untersetzer stehen. In den Garten oder auf den Balkon sollte er erst kommen, wenn nicht mehr mit heftigem Frost, also Temperaturen unter -5 °C zu rechnen ist.

Substrat: Das Substrat sollte durchlässig sein und mineralische Anteile, wie Sand oder feinen Kies enthalten. Gut eignet sich eine Mischung aus Gemüseerde und Sand im Verhältnis 3:1.

Handelsübliche Kübelpflanzen- oder Kakteenerden eignen sich ebenfalls. Sie enthalten aber meistens Kunstdünger. Kräuter- und Aussaaterden werden hingegen organisch vorgedüngt.

Rosmarin Wurzeln

Der Topfballen darf zwischen den Wassergaben zu ungefähr 95 % seiner Höhe austrocknen.

Gießen: Während der Wachstumszeit, vom Frühjahr bis in den Herbst, gießt man am besten durchdringend. Der Rosmarin erhält soviel Wasser, bis sich die Erde damit vollgesogen hat. Sie sollte bis zur nächsten Wassergabe fast austrocknen dürfen.

Kurzzeitige Ballentrockenheit wird vertragen. Bei länger andauernder Staunässe verfaulen die Wurzeln.

Düngen: Auch im Topf, ist der Nährstoffbedarf des Rosmarin mäßig. Ich verabreiche von April bis September alle 4 bis 8 Wochen organischen Flüssigdünger.

Mit dem Düngen beginnt man frühestens 1 Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen. Handelsübliche Substrate sind vorgedüngt.

Rosmarin Blüten

Überwintern: Überwintert wird kühl, zwischen 0 und 10 °C. Da der Rosmarin bei diesen Temperaturen nicht wächst, kann der Standort halbschattig oder schattig sein.

Die Erde hält man im Winter nur mäßig feucht, gewässert wird schlückchenweise. Dauerhaft nasses Substrat in Kombination mit niedrigen Temperaturen kann zum Verfaulen der Wurzeln führen.

Schneiden: Geschnitten werden kann ganzjährig. Ich kürze die Pflanzen im Herbst auf eine Höhe von ungefähr 10 Zentimetern ein.

Rosmarin im Garten

Soll Rosmarinus officinalis das ganze Jahr im Garten wachsen, darf der Boden nicht zu fett (nährstoffreich) sein. In magerer Erde, in der das Wasser schnell ablaufen kann, gedeiht er am besten. Sie schützt ihn vor allzuviel winterlicher Nässe.

Ich verwende eine Mischung aus Komposterde, feinem Kies und Sand im Werhältnis 1:1:1.

Rosmarin im Garten

Die ersten Wochen nach dem Pflanzen muss regelmäßig gegossen werden. Angewachsene Exemplare vertragen kurze Trockenperioden.

Als Dünger kann man etwas Komposterde auf das Beet geben. Muss man aber nicht.

Als Winterschutz verwende ich Rindenmulch und Fließ. Vor dem Einpacken werden die Triebe auf eine Höhe von 10 Zentimetern zurückgeschnitten.

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